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	<title>Löcher in der Schicht Archive - INSIGHTS / Fotogafie und Poesie und anderes</title>
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		<title>Back to the roots &#8211; Magnesiumblitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Kubala]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 00:29:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Löcher in der Schicht]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Flash backEs konnte nicht ausbleiben... Wer sich mit Nassplatten-Technik und historischer Fotografie beschäftigt, stolpert irgendwann über den legendären Magnesiumblitz. All right folks, Magnesiumpulver und Kaliumnitrat wurde geordert.Vorgestern habe ich die erste vorsichtige Mischung ausprobiert: 0,75 Gramm Blitzpulver nach einem historischem Rezept. (Die Zusammensetzung darf ich aus Rechtsgründen hier nicht angeben). Ok -  das Pulver habe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://q-nst.de/blog/back-to-the-roots-magnesiumblitz/">Back to the roots &#8211; Magnesiumblitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://q-nst.de/blog">INSIGHTS / Fotogafie und Poesie und anderes</a>.</p>
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	<h3>Flash back</h3>
<p>Es konnte nicht ausbleiben... Wer sich mit Nassplatten-Technik und historischer Fotografie beschäftigt, stolpert irgendwann über den legendären Magnesiumblitz. All right folks, Magnesiumpulver und Kaliumnitrat wurde geordert.</p>
<p>Vorgestern habe ich die erste vorsichtige Mischung ausprobiert: 0,75 Gramm Blitzpulver nach einem historischem Rezept. (Die Zusammensetzung darf ich aus Rechtsgründen hier nicht angeben). Ok -  das Pulver habe in ein Tütchen gepackt und auf die selbstgebaute Blitzpfanne aufgetragen, eine Zündschnur angebracht, die Kamera bereitgemacht und das Pulver gezündet. Yes Sir, es hat geblitzt und geraucht mit einem deutlichen Flupp. Voller Erwartung habe ich die Platte entwickelt, und... es war REIN GAR NICHTS zu sehen. Damned fucking shit...</p>
<p>Nun ja ich bin bekannt dafür, dass ich nicht aufgebe. Also wurde erstmal die Dosis verdoppelt und nochmals die Prozedur durchgezogen. Blitz - Qualm - Flupp (ein bisschen lauter) Und... Sackzement, wieder nichts zu sehen auf der Platte. So langsam wurde ich ganz schön sauer. Was ist der Fehler? Der Blitz war verdammt hell. Habe ich Mist mit der Fotochemie gebaut? No Sir, alles in Ordnung. Mittlerweile war es schon nach Mitternacht, alle Nachbarn im Bett, so wie es sich für ein verschlafenes fränkisches Städchen gehört. <br />Nein, nein ich gebe mich nicht geschlagen... Meine Vorfahren haben das hinbekommen, also schaffe ich das auch!! Damned!!</p>
<p>Mir wurde schon etwas mulmig zumute, als ich die Mischung nochmal verdoppelte mit etwas mehr Oxidationsmittel. Was solls, wird schon gutgehen, sagte das Feuerteufelchen in mir. Well, raus auf die Gasse, schauen, dass niemand aus einem Fenster gafft und dann wurde das Ding gezündet. <br />Das Gute vorweg: Endlich war ein Bild auf der Platte. Jippy Yeah. Das was mich allerdings schaudern lies, war ein tiefer magenerschütternter Rumms beim Zünden des nun taghellen Blitzes und eine gewaltige Qualmwolke, die jetzt verräterisch über der Hauptstraße wogte. Schon bewegten sich die ersten Vorhänge an den Fenstern der Nachbarn. Tja, was soll man da tun? Ganz einfach: Habt ihr das auch gehört? So eine Unverschämtheit mitten in der Nacht einen Kracher zu zünden! Das waren doch bestimmt wieder die Jugendlichen aus der Jugendherberge! Jawohl!</p>
<p>Jetzt konnte ich Schlaf finden - ich war auf dem richtigen Weg.</p>
<p>Ein neuer Tag, frischer Mut und noch ein Versuch. Diesmal jedoch nicht mitten in der Stadt, sondern auf dem Parkplatz vor dem ganzen Fachwerk-Brand-Panik-Gebälk. Noch ein bisschen mehr Pulver kann nicht schaden. Logisch, oder? Mittlerweile wurde die Pfanne schon mit 5 Gramm des Wunderpulvers geladen. <br />Ich kann nur sagen, gut, dass wir nicht in der Stadt das Ding gezündet haben. Der Blitz und der Knall waren gewaltig. Die halbe Vorstadt wurde eingenebelt! Es war ein bisschen wie Silvester im Oktober.<br />Und... wir hatten jetzt ein richtiges Portrait (von Clarissa natürlich, mit Sonnenbrille und wackelnden Knien).</p>
<p>Morgen haben wir ein neues Opfer für den finalen Versuch, ich meine, ich hoffe er ist mutig genug. Ein bisschen Mehr an Pulver, ein bisschen an dem Mischungsverhältnis geschraubt, sollte eigentlich ein gut belichtetes Portrait geben, und (hoffentlich) weniger Knall.</p>
<p>Wir werden sehen!</p>
<p> </p>
<p> </p>
</div>
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			<a
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		<span>
			
			Zur Fortsetzung		</span>
			</a>
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	<h3>Proudly presented:</h3>
<p>Erstes halbwegs brauchbares Magnesiumblitzergebnis!!</p>
<figure id="attachment_93" aria-describedby="caption-attachment-93" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-93 size-full" src="http://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird.jpg" alt="flashbird" width="800" height="1097" srcset="https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird.jpg 800w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-219x300.jpg 219w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-747x1024.jpg 747w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-700x960.jpg 700w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-410x562.jpg 410w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-100x137.jpg 100w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/flashbird-275x377.jpg 275w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-93" class="wp-caption-text">Blackbird The Flashbird</figcaption></figure>
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		<title>The Beginning</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clarissa van Amseln]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2015 02:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Löcher in der Schicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sage nur &#8222;Vorführeffekt&#8220;! &#160; &#160; WIE LANGE  haben wir (d.h. hauptsächlich Peter) geforscht, gegrübelt, Rezepte gesammelt, Zutaten bestellt, Material vorbereitet und GEÜBT (mit schließlich passablen Ergebnissen) &#8211; und dann: Vorführeffekt! Musste ja so kommen! Dabei waren wir ja gewarnt von den Schriften der ganz hart gesottenen Grundlagenforscher und unerschrockenen Wegbereiter und zumindest schon theoretisch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://q-nst.de/blog/the-beginning/">The Beginning</a> erschien zuerst auf <a href="https://q-nst.de/blog">INSIGHTS / Fotogafie und Poesie und anderes</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ich sage nur &#8222;Vorführeffekt&#8220;!</h2>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_26" aria-describedby="caption-attachment-26" style="width: 900px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/judge.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-26 size-full" src="https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/judge.jpg" alt="judge" width="900" height="682" srcset="https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/judge.jpg 900w, https://q-nst.de/blog/wp-content/uploads/2015/10/judge-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption id="caption-attachment-26" class="wp-caption-text"><em>Zum Entsetzen unser Obermieter nutzen wir den Hinterhof gelegentlich für eine Fotosession. Ich weiß nicht, wie prüde man sein muss, um diese Nachinszenierung der Wandervogelbewegung durch eine Studentengruppe anstößig zu finden? Dabei sind sie soo schnuckelig! Man beachte das Baby auf dem Arm des jungen Frau links im Bild. Es bewegt sich &#8211; wie Babys das so tun &#8211; auch im Moment der Belichtung und ist folglich als völlig verwackelter Schemen zu sehen &#8211; nur sein linkes Beinchen hielt es still und dieses bleibt damit der Nachwelt als Beweis seiner Existenz bis in alle Ewigkeiten erhalten&#8230;</em></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>WIE LANGE  haben wir (d.h. hauptsächlich Peter) geforscht, gegrübelt, Rezepte gesammelt, Zutaten bestellt, Material vorbereitet und GEÜBT (mit schließlich passablen Ergebnissen) &#8211; und dann: <strong>Vorführeffekt!</strong></p>
<p>Musste ja so kommen! Dabei waren wir ja gewarnt von den Schriften der ganz hart gesottenen Grundlagenforscher und unerschrockenen Wegbereiter und zumindest schon theoretisch im Vorfeld aufgeklärt über die vielen Fehlerquellen und Stolpersteine, über die auch die Altvorderen schon reihenweise mit mindestens psychischen Blessuren rübergekrochen sind, auf dem steinigen Weg zum nein! nicht perfekten! sondern wenigstens <em>gelungenen</em> Bild.</p>
<p>Nicht umsonst heißt es, es ist wahrscheinlicher <em>kein</em> Bild hinzukriegen, als überhaupt eines. Aber wir haben geglaubt, wir hätten die Sache schon im Griff &#8211; schließlich hatten wir alles haarklein ausgetüftelt und waren auch brav immer ganz nah am Originalprozess geblieben, hatten auch bereits ein paar passable Ergebnisse erzielt &#8211; und dann &#8211; an unserem allerersten Tintype-Sunday &#8211; am Weihnachtsmarktsonntag und unserem Tag der offenen Tür &#8211; als wir mit stolzgeschwellter Brust Besuchern und Freunden unser Können vor Augen führen wollten, da schlug er zu der VOHRFÜHREFFEKT!</p>
<p>Der erste Versuch eine Ambrotypie einer hinreißend schönen Kundin anzufertigen gelang&#8230; bis auf ein großes Loch im Bild <em>mitten auf ihrem Hals&#8230;</em><br />
Wenn man die gutwillige Interpretation eines Wurmlochs in eine andere Dimension beiseite lässt, ist das nicht schön &#8211; nein schön ist das nicht. Keine Frage, der Versuch musste wiederholt werden. Komischerweise wollten die Dimensionslöcher mitnichten verschwinden, sondern vermehrten sich auf der zweiten Platte noch &#8211; trotz gewissenhaftester Reinigung der Glasplatte (mit in reinem Alkohol gelöster Schlämmkreide, allerbestes Rezept zur entfettenden super effektiven Reinigung) , trotz allerperfektester Beschichtung mit der Kollodium/Äther-Mischung und adleraugenscharfer Zwischenkontrolle nach dem Silbernitratbad.<br />
WIEDER Löcher &#8211; <strong>Löcher!</strong></p>
<p>Woher, warum?<br />
Es folgten Fachsimpeleien mit einem zufällig anwesenden Restaurator (Materialfachmann für alles diesseits der Stratosphäre) und einem Maschinenbauingenieur (plus Schreinererfahrung) und einem Mediziner (Äthergeprüft), man erwog Verunreinigung der Glases mit festtlöseresistentem Kontaminierungsmaterial&#8230; beispielsweise Spuren von Silikon, die, wer weiß wie, auf dem neu erstandene Glas vorhanden sein könnten, unsichtbar, aber tückisch. Oder waren es einfach die grenzwertigen  Temperaturunterschiede zwischen außen (wir beschichten die Platten an der freien Luft, um unseren Kunden eine unfreiwillige Dröhnung Äther zu ersparen), die zu einer störenden Ansammlung von Kondenswasser auf der Platte führten?<br />
NEU gekautes Glas! Könnte es wirklich sein, dass die neu gekauften Gläser aus dem Baumarkt sich anders verhielten, als die selben gekauften Gläser aus einem <em>anderen</em> Baumarkt und die sich wieder anders, als das alte gebrauchte Glas aus recycelten Ramen, das wir bisher (selbst zugeschnitten) höchst erfolgreich verwendet hatten?<br />
Das Debakel am Weihnachtsmarktsonntag sollte aber noch nicht der Höhepunkt der Pannenserie sein, sondern nur die Vorhölle. Die Folter ließ sich noch steigern in dem sich (bei den anschließenden  Versuchen im stillen Kämmerlein) die Bilder schon im Fixierbad von der Glasoberfläche lösten, um sich schwimmend gänzlich von hinnen zu machen.<br />
<strong>Da hatten wir ihn nun, den maximalen Supergau der Nassplattenfotografie, den Nullpunkt unserer Hoffnungen und die gerechte Strafe für unseren verfrühten das-kriegen-wir-schon-hin-Habitus.</strong></p>
<p>Hochmut kommt vor dem Fall, aber Liegenbleiben kommt erst in Frage, wenn 50 cm Erde mit Grasbewuchs über uns das Wiederaufstehen erschweren&#8230;<br />
Also hieß es, den Schock verdauen (was am besten mit einem verdauungsfördernden Kännchen Grüntee und einer beruhigenden heißen Schokolade in unserem Lieblingscafe funktioniert).</p>
<p>Noch im Abklingbecken unserer heiß geglühten Nerven folgten erneute Recherchen in Blogs und Foren und die Kapitulation vor einem Problem, das sich, so mussten wir feststellen, nur durch noch mehr arbeitsintensive Vorbereitungen und Zwischenschritte  beseitigen ließ. Aber immerhin schien es überhaupt eine Lösung für das  Problem zu geben. Abhilfe schuf ein altbewährtes Rezept aus den Anfangstagen der Fotografie, in dem man mit dem Problem von davon schwimmenden Bilderschichten offenbar durchaus vertraut war. Wir erfuhren, dass die Altvorderen ihre Glasplatten noch vor der eigentlichen Vorbereitung bereits mit Wechselbädern in Salzsäure und noch Schlimmeren malträtierten (wozu wir uns nicht wirklich durchringen können) aber der <em>hilfreiche Trick</em> besteht aus einer hauchdünnen Eiweißschicht, die noch vor der Beschichtung mit Kollodium auf die gereinigte Platte aufgetragen wird.  Also noch ein weiteres Prozedere zwischen den Prozeduren mehr: ein Eiklar steif schlagen, mit Wasser verdünnen, den Schaum entfernen und den Rest mehrfach sorgsam mit Kaffeefiltern filtern, mit etwas Salmiakgeist versehen und im Kühlschrank runterkühlen.</p>
<p>Was soll ich sagen? ES HAT FUNKTIONIERT&#8230;</p>
<p>Die Welt kann sich wieder in gewohnter Ruhe drehen&#8230; und wir schaffen es nun Fotos ohne Wurmlöcher zu machen, dafür zuweilen mit ganz viel Sexappeal!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://q-nst.de/blog/the-beginning/">The Beginning</a> erschien zuerst auf <a href="https://q-nst.de/blog">INSIGHTS / Fotogafie und Poesie und anderes</a>.</p>
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